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RSV

Das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) gehört zu den Haupterregern von schweren Atemwegserkankungen bei Säuglingen und Kleinkindern. Sie können jedoch auch ältere Menschen und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem befallen. Zu den häufigsten Komplikationen gehören Lungenentzündungen. Zu den Folgeerscheinungen gehören häufig eine lang andauernde Überempfindlichkeit der Bronchien sowie asthmatische Erkrankungen.

Das RSV wird meist durch Tröpfcheninfektion und kontaminierte Gegenstände übertragen. RSV-Infektionen führen weltweit zu Atemwegserkrankungen, die typischerweise gehäuft in den Wintermonaten auftreten. Bis zum Ende des zweiten Lebensjahrs haben fast alle Kinder in den industrialisierten Ländern eine RSV-Infektion erlebt. Dabei sind häufig asymptomatisch erkrankte Erwachsene Überträger der Viren. Erkrankte erwerben keine dauerhafte Immunität, so dass es lebenslang zu Neuinfektionen kommen kann.

Als Folge der Infektionen werden die Epithelzellen vor allem der Atemwege zerstört und durch Zelltrümmer verstopft. Bei Kleinkindern, älteren Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem besteht das Risiko für Komplikationen, die lebensbedrohlich sein können. Ca. 25-40% aller mit RSV erstinfizierten Säuglinge und Kleinkinder erkranken zusätzlich an einer Bronchiolitis oder Lungenentzündung. Zudem entwickeln viele Kleinkinder als Folge der Erkrankung eine vorübergehende Form des kindlichen Asthma bronchiale.RSV-Infektionen betreffen derzeit zusammengerechnet mehr als 18 Millionen Menschen in den sieben grössten Pharma-Märkten. 

Eine Kausaltherapie existiert ebenso wenig wie ein Impfstoff. Zur passiven Immunisierung von Menschen mit hohem Risiko für lebensbedrohliche Verläufe gibt es einen monoklonalen Antikörper.

Die AmVac Research GmbH entwickelt einen prophylaktischen Impfstoff gegen RSV basierend auf der Sendai-Virus Vektortechnologie, die von der Max-Planck-Gesellschaft einlizensiert wurde.

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