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hPIV3

Das humane Parainfluenzavirus Typ 3 (hPIV3) gehört zu den Parainfluenzaviren, die ein ganzes Spektrum von Atemwegserkrankungen verursachen. HPIV3 ist nach RSV der zweithäufigste Erreger für schwere Atemwegserkrankungen bei Säuglingen und Kleinkindern bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahrs. Allerdings erkranken zunehmend auch Ältere und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem durch hPIV3. Bislang sind weder ein Impfstoff noch ein Kausaltherapeutikum verfügbar.

Infektionen durch hPIV3 treten typischerweise in den Frühlings- und Sommermonaten auf und betreffen vor allem Säuglinge und Kleinkinder. Im Alter von 5 Jahren weisen zwischen 90 und 100% aller Kinder Antikörper gegen hPIV3 auf, was eine bereits vergangene Infektion indiziert.

Eine häufige Folge bei Infektion der oberen Atemwege ist eine Mittelohrentzündung (in 30-50% der Fälle); bei einer Infektion der unteren Atemwege kann es zu einer Lungenentzündung kommen.

Zunehmend erkranken auch ältere Menschen an hPIV3 und Schätzungen zufolge werden in den USA pro Jahr zwischen 8.700 bis 52.000 hPIV3-infizierte Patienten wegen Komplikationen ins Krankenhaus eingewiesen.

Erkrankte entwickeln keine lang andauernde Immunität. Die Entwicklung von Impfstoffen gegen hPIV3 hat sich als schwierig erwiesen. Abgeschwächte hPIV3-Viren, als klassischer Ansatz für die Entwicklung eines Impfstoffes, eignen sich zwar prinzipiell für eine Immunisierung, allerdings ist es bislang nicht gelungen, die für den jeweiligen Immunstatus der Impflinge passende Balance zwischen Abschwächung und Immunisierung zu finden. Eine Immunisierung ist insbesondere bei Säuglingen, die noch durch mütterliche Antikörper geschützt sind, nur schwer zu erreichen.

Die AmVac Research GmbH entwickelt einen prophylaktischen Impfstoff gegen hPIV3 basierend auf der Sendai-Virus Vektortechnologie, die von der Max-Planck-Gesellschaft einlizensiert wurde.

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